13.10.2018, 20 Uhr, Buchpräsentation ‚In deinem Kopf“ – im Rahmen der Litbox München

Himmel. Hölle. Liebe – Welche Spielräume hat die Liebe, wenn sie gegen Normen verstößt?
Dr. Rainer Vollath und Zoe Schreiber lesen aus ihren Werken, die ganz unterschiedliche Liebesbeziehungen und gesellschaftliche Tabus gekonnt beleuchten. Wo stehen wir heute? Darüber werden wir diskutieren – natürlich auch mit Ihnen!

Mehr dazu: litbox2.de

MünchenKulturzentrum KiM-Kino, Einsteinstr. 42 (Untergeschoss), U4/U5 Max-Weber-Platz

Neuerscheinung: In deinem Kopf

So nah liegen Licht und Schatten, Himmel und Hölle beieinander: Zwei Paare, die in ihrer Liebe gefangen sind, zwei Kinder – und eine verhängnisvolle Verbindung. Das Leben von Dominik, Iris, Luke und das von Cord, Mareika, Zita nimmt höchst unterschiedliche Wege – aber das Schicksal braucht nur einen Augenblick, um sie miteinander zu verbinden. Dominik verliert Iris bei einem schrecklichen Unfall, Cord und Mareika reiben sich in zermürbenden Streitereien auf, die Kinder Luke und Zita flüchten ins eigene Leben. Als Cord und Mareika Salsa lernen, um ihre Ehe zu retten, begegnen sie Dominik, der nach Iris‘ Tod allein lebt. Dominik verliebt sich hoffnungslos in Mareika. Er ist besessen von ihr. Doch spielt sie nur mit ihm? Luke und Zita, mittlerweile erwachsen, finden ihr gemeinsames Glück in Paris. Da taucht Iris Geist bei Dominik auf und drängt ihn, den Kontakt zu seinem Stiefsohn wiederaufzunehmen. Oder ist alles nur in seinem Kopf? Was verborgen ist, sucht seinen Weg ans Licht. Denn es gibt etwas, das noch aufgelöst werden muss. Etwas, das vor langer Zeit geschehen ist …

Roman. Hardcover, gebunden. 429 Seiten. 16 €.

Erhältlich beim SalonLiteraturverlag München ab 13. Oktober 2018.

Nun erhältlich: „Tango infernal – Am Ende gehen alle“

Sarah hat alles, was sie braucht: einen guten Job, eine eigensinnige Katze und eine schöne Wohnung mitten in Hamburg. Aber reicht ein Leben ohne Sorgen, um wirklich glücklich zu sein? Als sie zufällig an einem Tango-Studio vorbeikommt, zieht sie die schwärmerische Musik sofort magisch an. Etwas in ihr rührt sich. Und der Tango weckt ihre Leidenschaft: Wenn ein Mann eine Frau mit einem Blick um einen Tango bittet und sie dicht bei sich über die Tanzfläche führt, beginnen ihre Herzen in einem Rhythmus zu schlagen. Sarah weiß noch nicht, dass zur Leidenschaft auch Eifersucht gehört. Und wenn Liebe nicht erwidert wird, verwandelt sich der Tango in etwas Gefährliches …

https://www.amazon.de/Tango-infernal-Zoe-Schreiber-ebook/dp/B072BZ21YD/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1496058315&sr=1-1&keywords=tango+infernal

 

Prolog: Buenos Aires, Recoleta, sieben Jahre später

In diesem Teil von Recoleta gibt es noch einige Straßen mit Kopfsteinpflaster, gesäumt von Bäumen, deren üppiges Grün den Menschen in den Straßencafés Schatten spendet. Nun, am Ende des Sommers, werden die Tage angenehmer und Temperaturen von über 40 Grad sind eher selten. Es kommen vermehrt Touristen – Tangotouristen aus Europa, die dem Winter in ihrer Heimat entfliehen. Hier erkunden sie die unzähligen Milongas der Stadt und kaufen Tanzschuhe.

Die Klimaanlage in Sarahs Almacen aleman, wie ihre kleine Schreibwarenhandlung heißt, läuft glücklicherweise seit einer guten Woche wieder. Vorher ist es kaum auszuhalten gewesen und Sarah hat ihren Laden mittags für einige Stunden schließen müssen. Hier im Viertel heißt sie nur “la Alemana”, die Deutsche, obwohl sie inzwischen recht gut Spanisch spricht. Neben Heften, Tagebüchern, Stiften und Briefpapier verkauft sie auch Zeitschriften, Postkarten, Zigaretten und Süßigkeiten, ein buntes Sammelsurium, wobei sie erstaunt, wie gut die altmodischen Schreibwaren laufen. Die Bewohner dieses Viertels ticken einfach ein wenig anders. Viele kommen nur zum Plaudern vorbei. Heute ist allerdings nicht viel los, sie hat bisher nur ein paar Packungen Zigaretten verkauft.

Sarah trinkt einen Schluck Mate, setzt die Lesebrille auf und versucht sich auf ihre Buchführung zu konzentrieren. Seit ihrem 40. Geburtstag sieht sie die Zahlen ohne Brille nur verschwommen. Die Türglocke, eine altmodische Schelle, bimmelt und sie schaut auf. Ein dunkelhaariger Wuschelkopf winkt zwei anderen Jungen zum Abschied zu und stürmt hinein.

“Pedrito!”, ruft sie überrascht. “Wie kommt es, dass du schon da bist?”

“Schule war heute früher aus”, gibt ihr Sohn zurück. Er besucht die erste Klasse der Internationalen Schule, die gleich um die Ecke liegt, jedoch oft spontan Konferenzen ansetzt und die Schüler nach Hause schickt. Sie umarmt ihn einen Moment lang fest und atmet seinen süßen Duft ein, bevor der Junge sich losmacht und unter ihrem Tisch verschwindet – nicht ohne sich zuvor einen Schokoriegel geschnappt zu haben.

“Iss nicht so viel Schokolade”, ermahnt sie ihn lächelnd. “Bald ist Mittagspause und dann gibt es Essen. Was magst du heute?” Dass sie direkt über dem Geschäft wohnen, ist ein Geschenk des Himmels. Pedro antwortet nicht, er ist in die Comic-Geschichte eines Superhelden eingetaucht, wo ihn keine mütterliche Stimme erreicht.

Sarah widmet sich wieder ihren Zahlen, den Einnahmen und Ausgaben, als die Türglocke ein weiteres Mal ertönt. Ein Paar betritt den Laden, das Sarah hier noch nie gesehen hat, dennoch kommt die Frau ihr vage bekannt vor. Doch wie Touristen sehen die beiden nicht aus. Der Mann, ein Endfünfziger in hellem Anzug mit passendem Hemd und Einstecktuch, wischt sich den Schweiß von der Stirn und atmet in der Kühle des Ladens merklich auf. An seinem Arm stolziert eine üppige Latina herein, die ein knallenges pinkes Kostüm zu hochhackigen Pumps trägt. Ihre Waden sind wohlgeformt und von einem Milchkaffeeton, ihre üppige Oberweite wird durch ein geschnürtes Mieder noch betont. Auf dem Kopf trägt sie einen wagenradgroßen Hut, der ihr Gesicht halb verdeckt. Sarah sieht einige Paradiesvögel in Recoleta, so dass der Aufzug der Frau sie nicht übermäßig überrascht.

Als sie droht, einen Postkartenständer umzureißen, nimmt die Frau den Hut ab und Sarahs Vermutung verdichtet sich augenblicklich zur Erkenntnis: “Juana?!”

 

„Fremdvögeln“

„Fremdvögeln“

Roman, 404 Seiten, erschienen 2013 bei Hey Publishing

Daniela ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und führt ein geordnetes Leben im Hamburger Vorstadtidyll. Ihrer Ehe aber mangelt es schon lange an Aufmerksamkeit und Leidenschaft. Während ihr Mann sich an den Wochenenden auf Motorrad-Trips begibt, treibt es sie auf der Suche nach amourösen Abenteuern in die Bars und Clubs der mondänen Eppendorfer High Society. Dienen diese kleinen Fluchten anfänglich noch dazu, ihr Leben ein wenig reizvoller zu gestalten, sorgen sie bald für mehr Aufregung, als ihr lieb ist.
Eines Abends trifft sie auf eine flüchtige Jugendbekanntschaft. Daniela lässt sich mit Tom auf eine leidenschaftliche Affäre ein, in der sie sich mehr und mehr verliert. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach emotionaler und erotischer Erfüllung und dem Bedürfnis nach Sicherheit und einem geregelten Leben, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen …

„Im Herzen Tango“

„Im Herzen Tango“

Roman, 461 Seiten, erschienen 2010 im SalonLiteraturVerlag München

Als Manuel nach Hamburg kommt, hat er nur eine Reisetasche voller Geld, eine Waffe und ein Notizbuch bei sich. Ein Tangostiletto, mit dem in seiner Heimatstadt München ein Verbrechen begangen wurde, führte ihn zum Tor zur Welt . Er mietet sich gegenüber einer Tanzschule für Tango Argentino ein, dem Tango Corazon. Die tangueros und tangueras vereint ihre Sehnsucht, in der Erotik des Tangos aufzugehen und ihren tristen Alltag hinter sich zu lassen. Bald gerät Manuel in einen Strudel aus Liebe, Leidenschaft und Lügen. Zusammen mit Christine entdeckt er die Sinnlichkeit des Tanzes und findet in sich lange verschüttete Gefühle wieder. Doch auf Manuel lastet ein schrecklicher Verdacht. Inmitten von Intrigen und brodelnder Emotionen muss sich Christine entscheiden, ob sie ihrer Vernunft oder ihrer Leidenschaft folgen soll.

„Jahre der Schuld“

„Jahre der Schuld“

Roman von Franz Westner und Zoe Schreiber, 370 Seiten, gebundene Ausgabe, erschienen 2013 im SalonLiteraturVerlag München

Kann Schuld verjähren? Dreiundzwanzig Jahre haben Ben und Greta sich diese Frage nicht gestellt. Doch dann erhalten sie eine Geburtstagseinladung zum 45. Geburtstag ihres Jugendfreundes Karl. Karl war damals Gretas Freund gewesen. Zu dritt waren sie, wie so viele in diesen bewegenden Wochen, nach Ungarn aufgebrochen, um über die Grenze zu Österreich ihren Traum von Freiheit und Glück zu ergreifen. Doch am Plattensee überschlugen sich die Ereignisse. Ein dramatischer Unfall Karls veränderte alle ihre Pläne. Greta und Ben mussten eine Entscheidung treffen. Und über allem steht die Frage, wie viel beide zum Unfall Karls beigetragen haben. Balatonakali für Ben, Karl und Greta ist dieser Ort untrennbar mit ihrem größten Traum und den schlimmsten Ereignissen ihres Lebens verbunden. Dreiundzwanzig Jahre sind vergangen, in denen die Jugendfreunde keinen Kontakt mehr zueinander hatten. Doch dann erhalten Ben und Greta eine anonyme Einladung zu Karls 45. Geburtstag. Sofort ist wieder alles Geschehen von damals lebendig: die bewegenden Wochen im Sommer 1989; die emotionalen Verstrickungen, ihre Reise von Ostberlin nach Ungarn an den Plattensee; Karls Unfall, sein lebensbedrohlicher Zustand; Bens und Gretas Entscheidung zwischen Freundschaft und Freiheit und die Frage, wie viel Schuld sie mit allem auf sich geladen haben. Ein Roman über Freundschaft, Liebe und Schuld – in einer Zeit, die die Welt bewegte.